Rezension: Christian Kracht – „Faserland“

Kracht lässt seinen Antihelden treiben durch diese belanglose Welt, die ihm zwischen den Fingern zerrinnt und weckt im hedonistischen Umherirrenden eine seltsame Traurigkeit und Leere.

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Rezension: Maria Nurowska – „Briefe der Liebe“

Nurowska flicht liebevoll poetische Abschnitte in die Konstruktion eines schrecklichen Schicksals ein, verbindet persönliche Erlebnisse der Protagonistin mit Zeitgeschichte von 1944-1968 und einer Abhandlung über Verantwortung, Lüge, Gewissen, Schuld und Vergebung. Ein eindrücklicher Roman und die wohl schönste und auch traurigste Liebesgeschichte, die ich immer und immer wieder lesen könnte. Große Empfehlung!

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Rezension: Patrick Süskind – „Die Taube“

Genüsslich schildert er die wirren Gedankenspiele des völlig Verzweifelten und verschnürt darin eine sprachlich geniale, subtile Parabel über die Lächerlichkeit der kleinen Dinge, die sich zuweilen ehe wir es uns versehen gurrend aufplustern können und die noch so sicher geglaubten Verhältnisse gründlich ins Chaos stürzen.

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Rezension: John Jay Osborn – „Liebe ist die beste Therapie“

Ein Raum, drei Menschen, vier Stühle. Mehr braucht John Jay Osborn nicht, um das Set-up für sein Buch zu bauen. Interessantes Konzept, denn ohne die Ablenkungen einer Rahmenhandlung kommt dem Gespräch, welches das getrenntlebende Ehepaar auf 284 Seiten mit seiner Therapeutin führt, ungeteilte Aufmerksamkeit zu. Leider lassen sich in diesem Scheinwerferlicht viele Schwächen auch nicht verstecken und treten umso deutlicher zutage.

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Rezension: John Williams – „Stoner“

Eine Sanftheit umgab ihn, eine Mattigkeit legte sich auf seine Glieder, und ein Gefühl der eigenen Identität überkam ihn mit plötzlicher Kraft, er fühlte seine Macht. Er war er selbst, und er wusste, was er gewesen war.“

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