Rezension: Patrick Süskind – „Die Taube“

Genüsslich schildert er die wirren Gedankenspiele des völlig Verzweifelten und verschnürt darin eine sprachlich geniale, subtile Parabel über die Lächerlichkeit der kleinen Dinge, die sich zuweilen ehe wir es uns versehen gurrend aufplustern können und die noch so sicher geglaubten Verhältnisse gründlich ins Chaos stürzen.

Weiterlesen

Rezension: John Jay Osborn – „Liebe ist die beste Therapie“

Ein Raum, drei Menschen, vier Stühle. Mehr braucht John Jay Osborn nicht, um das Set-up für sein Buch zu bauen. Interessantes Konzept, denn ohne die Ablenkungen einer Rahmenhandlung kommt dem Gespräch, welches das getrenntlebende Ehepaar auf 284 Seiten mit seiner Therapeutin führt, ungeteilte Aufmerksamkeit zu. Leider lassen sich in diesem Scheinwerferlicht viele Schwächen auch nicht verstecken und treten umso deutlicher zutage.

Weiterlesen

Rezension: Benedict Wells – „Vom Ende der Einsamkeit“

Der Umgang mit dem Schicksal entfaltet sich hier zu einer Liebesgeschichte, die ganz ohne Kitsch und Klischee auskommt. Auch die melancholische Grundstimmung wird nie durch zu viel jammerndes Selbstmitleid gestört. Wundersam traurig und optimistisch zugleich, gefüllt mit jeder Menge Musik und literarischen Zitaten legt Wells hier ein wunderschönes, aufbauendes Buch vor, welches mich in seinem bisherigen Werk am meisten überzeugt.

Weiterlesen