Rezension: Wolfgang Koeppen – „Tauben im Gras

Scheinbar unzusammenhängende Episoden sind es, die nach und nach im Handlungsverlauf zusammengesetzt werden und das Bild einer deutschen Großstadt der Nachkriegszeit zwischen Kriegsende und Wirtschaftswunder zeichnen. Der Autor verzichtet dabei auf dominierende, tief entwickelte Protagonisten. Weder Leitfigur noch Gegenspieler definieren die Erzählung. Wie mit einer Kamera fängt Koeppen kleine Sequenzen dieses Tages nach dem Krieg…

Weiterlesen

Rezension: Jung Chang – „Wilde Schwäne“

Kaum in Worte zu fassen und doch vermag Chang es, das Leben dieser drei Frauen erstaunlich sachlich, aber dadurch umso eindringlicher darzustellen und die Seele des chinesischen Volkes sichtbar zu machen.

Weiterlesen

Rezension: Christian Kracht – „Faserland“

Kracht lässt seinen Antihelden treiben durch diese belanglose Welt, die ihm zwischen den Fingern zerrinnt und weckt im hedonistischen Umherirrenden eine seltsame Traurigkeit und Leere.

Weiterlesen

Rezension: Maria Nurowska – „Briefe der Liebe“

Nurowska flicht liebevoll poetische Abschnitte in die Konstruktion eines schrecklichen Schicksals ein, verbindet persönliche Erlebnisse der Protagonistin mit Zeitgeschichte von 1944-1968 und einer Abhandlung über Verantwortung, Lüge, Gewissen, Schuld und Vergebung. Ein eindrücklicher Roman und die wohl schönste und auch traurigste Liebesgeschichte, die ich immer und immer wieder lesen könnte. Große Empfehlung!

Weiterlesen