Rezension: Benedict Wells – „Vom Ende der Einsamkeit“

Der Umgang mit dem Schicksal entfaltet sich hier zu einer Liebesgeschichte, die ganz ohne Kitsch und Klischee auskommt. Auch die melancholische Grundstimmung wird nie durch zu viel jammerndes Selbstmitleid gestört. Wundersam traurig und optimistisch zugleich, gefüllt mit jeder Menge Musik und literarischen Zitaten legt Wells hier ein wunderschönes, aufbauendes Buch vor, welches mich in seinem bisherigen Werk am meisten überzeugt.

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Rezension: Vladimir Nabokov – „Maschenka“

Und über diese Straßen, die jetzt so breit sind wie glänzende schwarze Meere, zu dieser späten Stunde, da die letzte Kneipe längst zugemacht hat, läuft ein Mann aus Russland, bar der Fesseln des Schlafs, in hellseherischer Versunkenheit umher. Es ist Lev Ganin, ehemaliger russischer Offizier der Weißgardisten, der hier des nachts durch die Gassen des…

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Rezension: Bernhard Schlink – „Olga“

Als ich das Buch zuklappe, streiche ich noch einmal über den Einband aus blauem Stoff. Es hat mich berührt und ich möchte sie noch nicht loslassen, diese starke Frau, der ich gut 80 Jahre Zeitgeschichte hindurch über die Schulter gesehen habe.

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Heißa, Hopsa, Karlsson!

„Das stört keinen großen Geist!“ – Der liebste Spruch Karlssons vom Dach. Ich setze mich in der letzten Zeit wieder sehr mit dem Werk Astrid Lindgrens auseinander und entdecke es neu für mich – denn auch Kinderliteratur (oder vielleicht eben gerade diese) birgt manchmal die größten Weisheiten und die interessantesten Sichtweisen, die ich nun, wo ich erwachsen bin, noch einmal anders lese und anders verstehe.

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Rezension: Stefan Zweig – „Maria Stuart“

Stefan Zweig geht für die romanhafte Biografie Maria Stuarts erneut auf Wahrheitssuche in einer dunklen Epoche und zeichnet präzise das detailreiche Bild eines Mädchens, dem vieles in seinem jungen Leben zufiel; einer leidenschaftlichen Frau voller Lebenslust und Energie, mit hoher Bildung und großem Stolz bis zu ihrer letzten Schlacht in einer Welt voller Intrigen und politischem Kalkül. Er zeigt dem Leser die Menschen hinter den politischen Rollen und die Gefühle hinter ihren Handlungen.

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Rezension: Astrid Lindgren – „Das entschwundene Land“

„Jetzt will ich eine Liebesgeschichte erzählen, keine, die ich gelesen oder mir ausgedacht, sondern nur eine, die ich gehört habe. Oft gehört habe. Darin ist mehr Liebe als in allen, die ich in Büchern fand, und für mich ist sie rührend und schön. Aber das liegt vielleicht daran, daß sie von zwei Menschen handelt, die meine Eltern werden sollten.“

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Rezension: John Williams – „Stoner“

Eine Sanftheit umgab ihn, eine Mattigkeit legte sich auf seine Glieder, und ein Gefühl der eigenen Identität überkam ihn mit plötzlicher Kraft, er fühlte seine Macht. Er war er selbst, und er wusste, was er gewesen war.“

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